Zwei Ortsteile, die sich beim Umzug unterschiedlich verhalten
Garmisch und Partenkirchen sind seit 1935 ein Markt, aber sie sind nicht dasselbe. Partenkirchen ist der ältere Teil, und das merkt man an den Häusern: schmale Grundrisse, enge Treppenaufgänge, Wohnungen über Geschäften, Fenster, die kleiner sind als im Neubau. Die Ludwigstraße mit ihren historischen Fassaden ist dafür das deutlichste Beispiel, und sie ist zugleich die Straße, in der das Halten am schwierigsten ist.
Garmisch ist weiter gewachsen und lockerer bebaut. Hier stehen mehr Mehrfamilienhäuser aus den sechziger und siebziger Jahren, oft mit Aufzug, dafür mit Tiefgaragen, deren Einfahrtshöhe für einen Umzugswagen nicht reicht. Das klingt nach einem Detail, entscheidet aber darüber, ob wir zwanzig Meter oder achtzig Meter tragen.
Wir fragen deshalb beim Aufmaß immer nach dem Ortsteil und nach der Straße, nicht nur nach der Hausnummer. Aus beidem ergibt sich, welcher Wagen kommt und wie viele Leute.
Was die Lage im Tal für den Umzugstag bedeutet
Garmisch-Partenkirchen liegt in einem Talkessel, und alles, was gebaut ist, ordnet sich der Topografie unter. Viele Häuser stehen am Hang, und die befahrbare Zufahrt endet nicht selten am Gartentor. Zwischen dem Halt und der Haustür liegen dann zwanzig, dreißig oder mehr Meter, oft mit Stufen.
Das ist der Grund, warum bei uns der Trageweg ein eigener Posten ist und nicht im Kleingedruckten steht. Ab dreißig Metern kommen 60 Euro dazu, und das sagen wir beim Aufmaß, nicht am Umzugstag.
Dazu kommt die Jahreszeit. Von November bis in den April hinein ist die Frage, ob die Zufahrt geräumt ist, keine Nebensache. Das fließt in die Planung ein, und wir fragen es ab, ehe eine Zahl fällt.
Ferienwohnungen, Zweitwohnungen und der Saisonwechsel
Ein erheblicher Teil des Wohnraums hier ist nicht ganzjährig bewohnt. Das verschiebt die Umzugssaison: Neben dem üblichen Monatsende sind Ende Oktober und Ende April die vollen Wochen, weil dort Winter- und Sommersaison ihre Grenze haben.
Wer in diesen Wochen zieht, sollte drei bis vier Wochen Vorlauf einplanen. Außerhalb davon bekommen wir einen Termin oft innerhalb weniger Tage unter.
Für möblierte Wohnungen gilt außerdem: Der Umzug ist kleiner, als die Zimmerzahl vermuten lässt. Deshalb rechnen wir nach Personen und nicht nach Zimmern, und deshalb fahren wir vorher hin und sehen es uns an.
Halten, wo kaum Platz ist
Rund um den Bahnhof, in der Ludwigstraße und in Teilen der Innenstadt ist der Platz vor dem Haus knapp. Eine eingerichtete Haltefläche ist dort das wirksamste Mittel; sie kostet ab 139 Euro, wir beantragen sie, stellen die Schilder und holen sie wieder ab.
Zwei Dinge sind dabei wichtig: Die Schilder müssen rechtzeitig vorher stehen, sonst gilt die Zone nicht. Und sie müssen an beiden Anschriften stehen, wenn an beiden Enden der Platz knapp ist. Geklärt wird das im Voraus, nicht im Morgengrauen.
Wo der Platz vor dem Haus regelmäßig knapp ist
- Ludwigstraße und die angrenzenden Gassen in Partenkirchen
- Umfeld des Bahnhofs und der Fußgängerbereiche
- Straßen mit durchgehender Parkordnung ohne Lücke
- Hanglagen, in denen der Wagen nur an einer Stelle stehen kann
Was wir hier am häufigsten fahren
Der häufigste Auftrag ist der Zweipersonenhaushalt innerhalb des Markts: zwei bis drei Zimmer, ein Keller, ein Tag. Danach kommt der Einzelhaushalt, oft ein Zimmerwechsel oder die erste eigene Wohnung.
Familienhaushalte ziehen seltener innerhalb des Orts und häufiger heraus, meist nach München oder ins Umland. Dafür ist der Fernumzug die passende Leistung, und die Klasse bleibt dieselbe, nur der Weg ist länger.