Warum ein Fernumzug anders geplant wird
Innerhalb des Tals ist der Umzugstag ein Tag. Über fünfhundert Kilometer sind es zwei: einer zum Laden und Fahren, einer zum Ankommen und Abladen. Wer beides in einen Tag presst, zahlt das mit müden Leuten am Abend und mit Schäden, die bei Tageslicht nicht passiert wären.
Wir planen deshalb von vornherein zwei Termine und sagen das im Angebot. Das ist kein Aufschlag, sondern die Rechnung, die ohnehin stimmt.
Die Fahrt selbst ist dabei nicht das Teure. Teuer sind die beiden Enden, also Trageweg, Stockwerk und Haltemöglichkeit an beiden Anschriften.
Was wir vorher über die Zieladresse wissen müssen
Die meisten Anfragen beschreiben die alte Wohnung genau und die neue gar nicht. Dabei entscheidet das Ziel über den zweiten Tag. Wir fragen deshalb beim Aufmaß auch nach drüben: Stockwerk, Aufzug, Weg von der Straße, Haltemöglichkeit.
Wer das nicht weiß, weil er die Wohnung nur von Fotos kennt, bekommt von uns eine kurze Liste zum Nachfragen beim Vermieter. Das kostet fünf Minuten und verhindert den teuersten aller Fälle: ein voller Wagen vor einer Tür, durch die nichts passt.
Am Ziel vorher klären
- Stockwerk und ob es einen Aufzug gibt
- Maße von Haustür, Treppenauge und Wohnungstür
- Darf vor dem Haus gehalten werden, und wie lange
- Wo darf der Wagen stehen, und wer hält den Platz frei
Die Ladung auf langer Strecke
Auf fünfhundert Kilometern entscheidet nicht der Karton, sondern wie er steht. Schwer und flach nach unten, Kartons in die Zwischenräume, nichts, was wandern kann. Jede Lage wird gegurtet, nicht nur die oberste.
Empfindliches fährt nicht lose mit. Lampen, Bilder und Glas bekommen eine eigene Kiste, Matratzen eine Hülle. Verpackung erscheint beziffert als eigener Posten, nie als stiller Aufschlag.
Jenseits von 700 Kilometern
Ab etwa siebenhundert Kilometern wird die eigene Fahrt unwirtschaftlich, weil der Wagen zwei Tage nur unterwegs ist. Die zweite Hälfte fährt dann ein Partner, mit dem wir fest zusammenarbeiten. Umgeladen wird genau einmal, an einem Umschlagplatz, und wir sagen Ihnen vorher, wo.
Die Haftung bleibt dabei bei uns, auch für den Teil, den der Partner fährt. Sie haben einen Ansprechpartner, nicht zwei.
Was am Tag dazwischen passiert
Bei zwei Tagen fragen viele, wo ihre Sachen über Nacht bleiben. Die Antwort ist einfach: auf dem verschlossenen Wagen, der auf unserem Betriebsgelände oder an einem gesicherten Platz steht.
Umgeladen wird nicht. Jedes Umladen ist eine zusätzliche Gelegenheit für Schäden, und wir vermeiden sie, wo immer die Strecke es zulässt.
Nur jenseits von etwa siebenhundert Kilometern, wenn ein Partnerbetrieb die zweite Hälfte fährt, wird genau einmal übergeben. Auch das sagen wir vorher, mit Ort und Zeitpunkt.