Das Schwierige ist nicht das Tragen
Nach dreißig oder vierzig Jahren im selben Haus geht es beim Umzug nicht um Kartons. Zu entscheiden ist, was mitgeht und was zurückbleibt, und dafür ist der Umzugstag der falsche Zeitpunkt.
Wir kommen deshalb früher und öfter, wenn es gewünscht ist. Beim ersten Rundgang messen wir auf, beim zweiten gehen wir Raum für Raum durch: Was passt in die neue Wohnung, was übernehmen Kinder und Enkel, was bleibt zurück.
Ein Grundriss der neuen Wohnung mit Maßen hilft dabei mehr als jede Liste. Daran sieht man sofort, dass der große Schrank nicht mehr hineingeht, und kann in Ruhe entscheiden, was stattdessen.
Wie der Tag selbst abläuft
Zuerst wird in der neuen Wohnung aufgebaut, was abends gebraucht wird: Bett, Sessel, eine Lampe, der Küchentisch. Erst danach kommt der Rest.
Das klingt banal, ist aber der Unterschied zwischen einem Abend im fertigen Zimmer und einem Abend zwischen Kartons. Wir planen den Tag von hinten, vom Zubettgehen her.
Am Abend steht
- Das Bett, bezogen und an seinem Platz
- Ein Sessel mit Lampe daneben
- Küchentisch und zwei Stühle
- Der Karton mit Medikamenten, Brille und Papieren, griffbereit
Wenn der alte Haushalt aufgelöst wird
Oft bleibt im alten Haus mehr zurück, als mitkommt. Geräumt wird im selben Auftrag, ab 42 Euro je Kubikmeter; die Gebühr der Annahmestelle läuft eins zu eins durch.
Brauchbares geben wir an soziale Einrichtungen weiter, wenn Sie das möchten. Das kostet nichts extra und ist für viele leichter zu ertragen als der Container.
Für Angehörige, die weit weg wohnen
Viele Kinder wohnen nicht mehr im Tal. Wir stimmen uns deshalb auch telefonisch ab und schicken das Angebot an die Adresse, die Sie nennen.
Am Umzugstag genügt eine Person vor Ort. Wer von weiter anreist, muss das nicht für den ganzen Tag tun; die Übergabe am Ende dauert eine halbe Stunde.
Wenn es schnell gehen muss
Nicht jeder Seniorenumzug ist lange geplant. Oft kommt der Platz im Heim kurzfristig, und dann bleiben zwei Wochen statt zwei Monaten.
Für diesen Fall ändern wir die Reihenfolge: Zuerst ziehen wir das Nötige um, damit das neue Zimmer bewohnbar ist. Die Auflösung der alten Wohnung folgt in Ruhe danach, auch Wochen später.
Zwei getrennte Termine kosten nicht mehr als einer, solange der zweite im Landkreis liegt. Wir sagen Ihnen vorher, wie sich das rechnet.
Die Kartons, die niemand öffnet
Nach einem Umzug ins Kleinere bleiben fast immer Kartons stehen, die nie geöffnet werden. Das ist normal und kein Fehler, aber es lohnt sich, das vorher zu bedenken.
Wir fragen beim Rundgang deshalb bei jedem Karton nach: Wird das in der neuen Wohnung gebraucht? Was mit Nein beantwortet wird, muss nicht zweimal getragen werden.