Zuerst die Frage, ob sie überhaupt passt
Eine Küche ist für einen bestimmten Raum gebaut. Der neue Raum hat andere Maße, andere Fensterhöhen und die Anschlüsse an anderer Stelle. Bevor wir irgendetwas lösen, messen wir beide Räume.
Häufig fehlt am Ende eine Blende, eine Arbeitsplatte muss gekürzt oder ein Hochschrank entfällt. Das ist kein Grund, die Küche zurückzulassen, aber es ist ein Grund, es vorher zu wissen und nicht am Umzugstag.
Im Altbau im Tal kommt dazu, dass Wände selten gerade und Decken selten gleich hoch sind. Eine Küche, die hier bündig stand, braucht drüben oft eine Ausgleichsleiste.
Wie wir lösen und transportieren
Zuerst kommen die Geräte raus, dann die Fronten ab, dann die Korpusse von der Wand. Jede Front wird einzeln geschützt, weil Lack und Folie sich beim Stapeln abdrücken.
Die Arbeitsplatte fährt liegend und unterlegt, nie hochkant. Beschläge, Schrauben und Verbinder kommen beschriftet in einen Beutel, der an dem Schrank bleibt, zu dem er gehört.
So fährt die Küche
- Fronten einzeln in Decken, nicht gestapelt
- Arbeitsplatte liegend auf Unterlage
- Geräte einzeln gesichert, Türen fixiert
- Beschläge am zugehörigen Korpus beschriftet
Die Grenze zum Fachbetrieb
Wir setzen die Küche, richten sie aus und befestigen sie. Was wir nicht machen: Gas anschließen, Wasser anschließen, einen Durchlauferhitzer setzen oder einen Starkstromherd klemmen.
Das ist keine Bequemlichkeit, sondern eine Zulassungsfrage. Wir stimmen den Termin mit Ihrem Installateur ab, damit die Küche steht, wenn er kommt, und nicht umgekehrt.
Wenn die Küche bleibt
Manchmal lohnt sich das Mitnehmen nicht, weil die Küche alt ist oder der neue Raum ganz anders geschnitten. Dann bauen wir sie ab und nehmen sie zum Räumen mit, nach Kubikmetern ab 42 Euro.
Geräte, die noch laufen, geben wir auf Wunsch weiter statt sie zu entsorgen. Das kostet nichts extra und ist meist schneller als ein Kleinanzeigeninserat.
Der Zeitplan mit dem Installateur
Eine Küche steht selten an dem Tag, an dem sie gesetzt wird. Zwischen dem Aufstellen und dem ersten Kochen liegt der Termin des Installateurs, und der ist oft der Engpass.
Wir raten deshalb, den Fachbetrieb zu buchen, bevor der Umzugstermin steht, und nicht danach. Wer eine Woche auf den Anschluss wartet, hat eine Küche, die aussieht wie eine Küche, aber keine ist.
Wenn Sie uns den Termin des Installateurs nennen, legen wir das Setzen auf den Tag davor. Das kostet nichts extra und spart oft eine Woche.
Die Arbeitsplatte entscheidet
An der Arbeitsplatte scheitert ein Küchenumzug häufiger als an den Schränken. Sie ist auf den alten Raum zugeschnitten, oft mit Ausschnitt für Spüle und Kochfeld an genau einer Stelle.
Wir messen sie beim Aufmaß mit und sagen Ihnen, ob sie passt, gekürzt werden kann oder ersetzt werden muss. Das ist die teuerste Überraschung, wenn sie erst am Setztag auffällt.